| 1966 - anlässlich des 20 jährigen Bestehens der Sektion
Schach - hielt der damalige Sektionsleiter Peter Hahn einen historischen
Rückblick: (Auszug) "Über die Gründung der Sektion Schach in Bad Salzungen - eine Verwechslung ist nicht möglich, denn es gab meines Wissens nur eine solche Sektion - sind uns keine schriftlichen Unterlagen zugänglich gewesen. Wir sind auf die mündlichen Überlieferungen angewiesen die da wussten, dass im Jahr 1945/46 ein Schachfreund Weinrich, seiner Zeit Schulleiter in Bad Salzungen, einige des Schachspiels kundige Gemüter, ..., um sich sammelte einen Spielbetrieb aufzog, eine Mannschaft aufstellte die gegen benachbarte Schachgemeinschaften zu Felde zogen. Wie aus einigen vorhandenen Ausweisen ersichtlich ist, muss die Gründung um diese Zeit erfolgt sein. Es ist uns teils auch nicht bekannt geworden, wann die Formierung der Sparte Schach der SG Vorwärts Bad Salzungen, denn hier setzt die Protokollführung am 06.03.1951 ein, stattgefunden hat. Bekannt ist uns aber aus der Erinnerung, dass bis zu diesem Zeitpunkt Bad Salzungen wiederholt Schauplatz größerer Schachveranstaltungen war." Die ersten Zusammenkünfte der Schachsportler fanden also schon 1945 unter der Leitung von Sportfreund Heinrich Weinrich statt. Die Sektion war zu der damaligen Zeit dem Kulturbund angegliedert. Im Jahre 1946 wurde sie dann von der demokratischen Sportbewegung weitergeführt. Erste Sportpässe wurden mit einem Eintrittsdatum 1945 ausgestellt (Dokument vom Sportfreund Max Lieber). Nach Angaben von Sportfreund Erhard Bodechtel wurde sogar bei einem der ersten Turniere Sportfreund Heinrich Weinrich als Verantwortlicher verhaftet, da man nicht glaubte, daß es nur eine sportliche Zusammenkunft war, sondern man vielmehr eine politische Organisation vermutete. Dies wurde aber zum Glück doch schnell aufgeklärt. |
| Erste und damit wohl auch älteste erhaltene Zeitungsdokumente über
schachliche Aktivitäten in Bad Salzungen sind im "Thüringer
Volk" vom 07. Februar 1948 und vom 02. April 1948 nachzulesen. Hier ist unter anderem zu erfahren: "Die Aktivität der Mitglieder führte zu dem Beschluss, einen zweiten Spielabend einzuführen. Es wird nunmehr im Sächsischen Hof an jedem Donnerstag ab 20 Uhr und jeden Sonnabend ab 19 Uhr gespielt. Donnerstags werden regelmäßig theoretische Vorträge gehalten, die auch allen Gästen und Anfängern empfohlen werden." |
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Interessanterweise gab es vor dem Mauerbau auch sportliche Aktivitäten im Rahmen von Interzonenkämpfen mit westdeutschen Vereinen. So wurde gegen den westfälischen Schachverein "Königsspringer" Siegen mehrmals ein Vergleich ausgetragen. |
letzte Aktualisierung dieser Seite: 10. Oktober 2001